Du entscheidest, was dich prägt: Umwelt, Ziele und der Weg ins Machen
Ich habe schon einmal davon erzählt, dass es im Leben vermutlich genau darum geht: Wir Menschen haben Ideen, aus denen wir Ziele kreieren sollten, die wir dann mit Plänen ausstatten. Und übrigens: Pläne dürfen geschmiedet werden. Viele haben die Vorstellung, sie kommen zu jemandem wie mir und, zack, haben einen fertigen Plan, der schon umgesetzt ist. Nein, das ist ein Prozess, der über eine gewisse Zeit stattfinden darf, ein Schmiedeprozess. So dürfen wir unsere Ideen und Ziele zu Plänen hocheskalieren.
Wir leben ja ständig so: Wir haben ziemlich coole Ideen, leiten daraus Ziele ab, statten sie mit Plänen aus und kommen ins Machen. Dann geht das Spiel von vorne los. Du hast eine Idee, formst ein Ziel, kommst ins Machen, große Ziele, kleine Ziele, die im Alltag große und kleinere Gefühle machen. Und das machst du so lange, bis du es irgendwann nicht mehr machen kannst.
Die fünf Menschen, und deine ganze Umwelt
Gestern hatte ich eine Sitzung, in der mir ein Gedanke durch den Kopf ging. Wir Menschen sind im Prinzip immer nur so gut wie die fünf Menschen, die uns am nächsten sind. Stell dir das vor wie einen Magneten. Das ist eine Metapher, natürlich beeinflussen dich die Menschen um dich herum, aber ebenso die Dinge in deiner Umwelt: der Ort, an dem du lebst, die aktuelle Corona-Situation, deine Wohnungseinrichtung, mit welchen Parolen du zugeworfen wirst, Stichwort Social Media, wer es noch nicht gesehen hat, schaut euch The Social Dilemma an.
Die Dinge und Menschen in deiner Umwelt haben eine magnetische Anziehungskraft, sie ziehen dich unbewusst immer wieder, das bekommst du gar nicht so mit. Das passiert jedem, mir genauso, ich bin genauso suggestiv und lasse mich in gewissen Situationen von Dingen anziehen. Das können wir gar nicht großartig verhindern.
Du hast ein Wörtchen mitzureden
Trotzdem dürfen wir mitreden. Du hast Ideen, wie du dein Leben leben möchtest. Wenn jemand sagt, ich habe leider keine Ziele, finden wir meist heraus, dass er sie sich mit der Zeit ausgeredet hat: Was sagen die Eltern dazu, was die alten Mitschüler, warum sollte gerade ich das schaffen, für ein Studium bin ich nicht der Typ. So distanzieren wir uns von unseren eigenen Ideen. Dabei sollte genau das zentral sein: Ideen zu Zielen formatieren, daraus Pläne erstellen, ins Machen kommen, und von vorne los mit der nächsten Küste.
Der entscheidende Gedanke: Wir haben Kontrolle darüber, welche Dinge wir bewusst in unsere Umwelt stellen. Du hast Mitspracherecht, welche Menschen dir am nächsten sind und wen du an dich heranlässt. Die Anziehungskraft selbst können wir nicht verhindern, aber wir können dafür sorgen, dass unsere Ideen, Ziele und unser Machen die größere Einflussnahme auf unsere Situation bekommen.
Umwelt bewusst gestalten
Konkret: Ich habe Ziele für nächstes Jahr, und ich darf meine persönliche Umwelt so gestalten, dass das eine Ziel, auf das ich hinarbeite, direkt mein Bildschirmhintergrund ist. An meinem Arbeitsplatz hängen zehn Klemmbretter für wichtige Projekte, auf die ich mich freue, mit der Zeit sind neun davon mit Kunstwerken meiner Kinder bestückt, und es fühlt sich noch besser an. Ich entscheide, welche Menschen in meiner Umwelt stehen, wann diese Anziehungskraft wirkt und welche Dinge mich prägen dürfen.
Wir können uns nicht davor schützen, von unserer Umwelt geprägt zu werden, dem ist jeder unterstellt. Aber du hast die Mitentscheidungsmacht zu sagen, das und jenes soll in meiner Umwelt stehen, weil es mir hilft. Und damit dreht sich der Spieß um: Positioniere deine Ideen, Ziele und Pläne bewusst und lebe so dein Leben.
Wie du aus Ideen Ziele und Pläne machst und deine Umwelt bewusst gestaltest, beschreibe ich ausführlich in meinem Buch bzw. Hörbuch „Schluss mit Symptomen" → hier ansehen.
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