Dein Kopf funktioniert wie ein Algorithmus, so programmierst du ihn um
Wie kommt es, dass ich bei einigen Themen so festhänge, total getriggert bin und um dieses eine Thema kreise? Dahinter steckt das Szenario-Modell: Unser Kopf verarbeitet Erlebnisse, Umgebung und eigene Gedanken gern noch einmal als gefährlich oder in einem „Was wäre wenn".
Der Kopf wie ein Social-Media-Algorithmus
In diesem Szenario-Denken lohnt ein Näherungsbild: Stell dir vor, dein Kopf wäre wie ein Algorithmus von Social Media. Du googelst einmal etwas, und zack, bekommst du ständig Ähnliches vorgeschlagen. Ich habe das kürzlich ausprobiert und mich schlappgelacht: Bei einem Thema liefert die Autovervollständigung eine ganze Kaskade an Vorschlägen, teils logisch, teils absurd. Der Algorithmus ist gut programmiert, aber für uns Menschen nicht immer logisch nachvollziehbar. Genauso arbeitet unser Kopf: Ein Impuls zieht viele weitere, thematisch verwandte nach sich.
Wie du den Algorithmus umprogrammierst
Und jetzt der Nutzen: Wenn du einmal per Zufall einen Input hattest, etwas „falsch" gedacht hast, hast du damit einen Algorithmus programmiert. Wie bei Google gilt dann: Du musst viele andere Suchanfragen stellen. Gibt es eine gute Packliste für den Urlaub, wohin fahre ich als Nächstes in den Skiurlaub, und so weiter. Du bringst so viele eigene Suchanfragen, also eigene Gedanken, wie möglich immer wieder mit rein. Und dann kannst du mit der Zeit diesen Algorithmus umprogrammieren.
Wie du die Gedankenschleifen in deinem Kopf Schritt für Schritt umprogrammierst, beschreibe ich ausführlich in meinem Buch bzw. Hörbuch „Schluss mit Symptomen" → hier ansehen.
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