Angst vor Extrasystolen und Herzstolpern: 5 Tipps, die wirklich helfen

In diesem Beitrag möchte ich dir fünf Tipps geben, wie du mit der Angst vor Extrasystolen und Herzstolpern umgehen kannst.

Tipp 1: Erst abklären lassen, dann einordnen

Die meisten Menschen, die bei sich Extrasystolen und Herzstolpern wahrnehmen, haben in Wirklichkeit ein überreiztes Nervensystem und einen völlig normalen Herzschlag statt einer tatsächlichen Herzerkrankung. Trotzdem ist es immer sinnvoll, ein neues Symptom, das dir auffällt, zuerst ärztlich abklären zu lassen. Wenn du das Gefühl hast, Extrasystolen wahrzunehmen oder dieses Herzstolpern zu spüren, dann lass es zunächst von einem Facharzt prüfen. Höchstwahrscheinlich bekommst du die Rückmeldung, dass dein Herz gesund und dein Herzschlag normal ist. Ein Langzeit-EKG kann zeigen, dass Extrasystolen vorhanden sind, ihr Auftreten ist aber nicht krankhaft, solange sie ein gewisses Maß nicht überschreiten.

Tipp 2: Dich dem Symptom im Moment zuwenden

Versuche zunächst, in einer solchen Stresssituation Ruhe zu bewahren. Es hilft, dir auch die Tipps zum Umgang mit Derealisation und Depersonalisation in akuten Fällen anzusehen. Wichtig ist, dass du dich diesen Symptomen, die du im Moment des Stresses erlebst, zuwendest, um zu verstehen, was auf deiner gedanklichen Ebene konkret passiert, sodass du auf das Phänomen samt dem Gefühl von Angst und Panik überlegt reagieren kannst.

Tipp 3: Leg dir ein Ass aus dem Ärmel zurecht

Du brauchst etwas in der Situation, worauf du deinen Fokus beim nächsten Mal einfach richten kannst, denn im Moment des Stresses stehst du so unter Druck, dass du dir kaum spontan etwas Kreatives einfallen lassen kannst. Merke dir den Satz: Deine Energie folgt immer deinem Fokus. Bereite dir diesen Inhalt aus der Problemebene von Tipp zwei vor, damit du im Zweifel sagen kannst: Jetzt habe ich dieses Problem, und jetzt richte ich meinen Fokus konkret auf die folgenden Punkte.

Das kann etwas sein, worauf du dich freust, ein Ziel, auf das du hinarbeitest, oder einfach ein entspannter, konkreter Umgang mit dem Symptom, das nennt man auch Affirmation: Mein Herz ist gesund. Ich habe nur eine Überreizung des Nervensystems, und hier schlägt alles ganz normal, so wie es soll. Und ich kann mich jetzt entspannen und mich wieder dem zuwenden, was in meinem Alltag am wichtigsten ist.

Tipp 4: Achte auf Ernährung und Bewegung

Bestimmte Dinge verschlimmern das Problem, vor allem koffeinhaltige Getränke und Nikotin, aber auch ungesundes Essen, zu wenig Wasser und zu wenig Bewegung. Im heutigen stressigen Alltag werden viele Stresshormone produziert, die durch körperliche Bewegung wieder abgebaut werden. Bewegen wir uns zu wenig und entspannen zugleich zu wenig, haben wir zu hohe Mengen an Stresshormonen im Blut. Diese fördern auch die Neigung zur Introspektion, die wir im Grunde erst brauchen, um das Problem überhaupt so stark wahrzunehmen.

Tipp 5: Oft steckt etwas anderes dahinter

Häufig steckt hinter einem solchen Phänomen etwas ganz anderes als das, was du befürchtest, und oft ist es keine echte Herzerkrankung, um die du dich sorgen müsstest. Trotzdem passiert in unserem Leben einiges, wo unser Kopf uns mehr oder weniger sagt: Bitte mach nicht weiter wie bisher. Einen genauen Plan gibt er dir nicht, aber er signalisiert: So, wie wir es bisher gemacht haben, sind wir nicht wirklich freundlich zu uns selbst. Schau dir dazu das Video zum Thema Schwindel an, in dem ich ausführlich erkläre, worauf du im Alltag zukünftig achten solltest.

Wie Stress, Wahrnehmung und die Angst vor Herzsymptomen zusammenhängen und wie du daran arbeitest, beschreibe ich ausführlich in meinen Büchern und Hörbüchern → hier ansehen.

Du spürst ständig dein Herz und kommst aus der Angst nicht heraus, obwohl alles abgeklärt ist? Ich begleite dich in der Onlinetherapie von Bonn aus, deutschlandweit und online. Buch dir hier deinen Termin.

Zurück
Zurück

Schneller Puls, Extrasystolen und Bisoprolol: Was steckt wirklich dahinter?

Weiter
Weiter

Herzstolpern ohne Befund: Warum du die Extrasystolen plötzlich ständig spürst