Bei mir ist alles in Ordnung, und trotzdem fühle ich mich nicht so

Stell Dir vor, Du sitzt im Wartezimmer einer Hausarztpraxis. Du bist nicht zum ersten Mal hier. In der Tasche hast Du einen Zettel, auf dem Deine Symptome stehen, weil Du in der Aufregung sonst etwas vergisst. Und während Du wartest, geht Dir eine Frage durch den Kopf: Was, wenn der Arzt heute auch nichts findet?

Genau diese Szene erlebe ich in meiner Praxis fast täglich, nur einen Schritt später. Die Menschen kommen zu mir, nachdem sie bei mehreren Ärzten waren. Sie haben Befunde dabei, Blutwerte, Ultraschallbilder, und im Gesicht eine Erschöpfung, die nicht von einer Krankheit kommt, sondern vom Suchen nach einer Krankheit, die sich nicht finden lässt. Sie sagen: Bei mir ist alles in Ordnung, aber ich fühle mich nicht so. Wie passt das zusammen?

Wenn organisch alles in Ordnung ist und Du trotzdem leidest

Vielleicht kennst Du diese Frage. Vielleicht weißt Du, dass mit Deinem Körper organisch eigentlich alles stimmt, und leidest trotzdem unter Symptomen, die Deinen Alltag bestimmen. Schwindel, Herzstolpern, ein Enggefühl, Brainfog, Atemnot, innere Unruhe oder eine ständige Angst vor Krankheiten. Symptome, die kommen und gehen, ohne sich an eine Logik zu halten. Symptome, die einen Tag verschwinden und am nächsten wieder da sind, als wären sie nie weg gewesen.

Vielleicht hast Du schon Ratgeber gelesen, die sich mit einem einzelnen dieser Bilder befassen, mit Panikattacken, mit Schwindel, mit Krankheitsangst. Solche Bücher sind hilfreich, weil sie Dich genau dort abholen, wo Dein konkretes Erleben sitzt. Ich schreibe selbst solche Bücher, weil viele Menschen einen Einstieg über ihr spezifisches Symptom brauchen. Wer mit Panikattacken kämpft, ist anders zu erreichen als jemand mit Krankheitsangst.

Was unter all diesen Symptomen gleich ist

„Schluss mit Symptomen" ist anders gedacht. Es geht nicht in die Tiefe eines einzelnen Symptombildes, sondern in die Tiefe dessen, was unter all diesen Symptomen dasselbe ist. Es ist ein Buch über das Wissen, das Du brauchst, um zu verstehen, was in Deinem System gerade passiert, und über die Werkzeuge, die in jedem dieser Bilder wirken, weil sie nicht oberflächlich am Symptom ansetzen, sondern den Mechanismus an der Ursache erreichen.

Wenn mir Klienten gegenübersitzen, mache ich keinen großen Unterschied zwischen jemandem mit Herzstolpern und jemandem mit Schwindel. Das Erleben ist verschieden, aber das, was wir bearbeiten, ist sehr ähnlich. Wir schauen uns an, wie der Kopf gerade arbeitet. Wir schauen uns an, was beständige Aufmerksamkeit auf eine Sache anrichtet. Wir schauen uns an, was im Leben gerade nicht stimmt, ohne dass es vorher klar benannt werden konnte. Und wir bauen Werkzeuge ein, die in den nächsten Wochen den Unterschied machen. Diese Werkzeuge sind nicht spektakulär und nicht schnell, aber sie wirken, wenn Du sie konsequent anwendest.

Auf Augenhöhe, nicht von oben herab

Etwas ist mir gleich am Anfang wichtig. Hier sitzt Dir kein Mediziner gegenüber, der gesund ist und über Dich schreibt, der krank ist. Diese Trennung gibt es bei mir nicht. Ich habe viele Jahre in der Notfallrettung gearbeitet, also in einem Beruf, der mit Stress, Anspannung und Extremsituationen zu tun hat, lange bevor ich Therapeut wurde. Den Sympathikus kenne ich nicht nur aus dem Lehrbuch.

Und ich habe selbst einige belastende psychosomatische Symptome kennengelernt, von Tinnitus und Panikreaktion bis zu Glaskörpertrübung und einem Schwindel mit dem Gefühl, einen Zentimeter neben mir zu stehen. Mein Kopf denkt automatisiert, negativ und oft dramatisch, genau wie Deiner. Der Unterschied ist, dass ich über die Jahre andere Strategien entwickelt habe, um mit diesem Denken umzugehen. Diese Strategien gebe ich Dir weiter, auf Augenhöhe.

Warum Wiederholung und Konsequenz der Weg sind

Eine Sache solltest Du wissen. Dieses Buch arbeitet bewusst mit Wiederholung. Bestimmte Modelle, Werkzeuge und Bilder tauchen immer wieder auf, mal in einem anderen Zusammenhang, mal aus einem anderen Blickwinkel. Das ist die Methode, die in der Praxis funktioniert. Wir behalten nicht das, was wir einmal gehört haben, sondern das, was wir oft gehört haben. Und wir glauben nicht das, was richtig ist, sondern das, was wir am häufigsten gehört haben. Wenn Dir ein Gedanke beim Lesen wieder begegnet, ist das ein gutes Zeichen.

Ich verspreche Dir keine schnelle Lösung und auch keine Heilung, weil dieses Wort in unserem Zusammenhang oft mehr verwirrt als hilft. Was ich Dir versichern kann, ist dies: Wenn Du das, was hier steht, ernst nimmst und konsequent in Deinen Alltag bringst, wird sich etwas verändern. Nicht über Nacht, nicht in einer Woche, aber Schritt für Schritt, in einer Geschwindigkeit, die zu Deinem System passt. Und am Ende wirst Du nicht nur Deine Symptome anders erleben, sondern Dein Leben.

Das Wichtigste auf einen Blick: Wenn organisch alles in Ordnung ist und Du trotzdem unter Symptomen wie Schwindel, Herzstolpern, Enggefühl oder innerer Unruhe leidest, liegt der Schlüssel nicht im einzelnen Symptom, sondern in dem Mechanismus, der unter allen gleich ist. Genau dort setzt „Schluss mit Symptomen" an, mit dem nötigen Wissen und mit Werkzeugen, die an der Ursache wirken. Sie sind nicht spektakulär und nicht schnell, aber sie verändern etwas, wenn Du sie konsequent anwendest, Schritt für Schritt.

Das Buch zum Thema

Dieser Artikel beruht auf meinem Buch „Schluss mit Symptomen", in dem ich das nötige Wissen und die Werkzeuge ausführlich beschreibe. Hier findest Du es auf Amazon.

Wenn Du selbst betroffen bist:

Vielleicht erkennst Du Dich in dem wieder, was Du gerade gelesen hast. Symptome wie diese haben einen Grund. Und es gibt einen Weg, mit ihnen anders umzugehen.

In meiner Praxis in Bonn oder online begleite ich Menschen mit psychosomatischen Symptomen seit 2011. Über 17.000 Sitzungen, über 1.500 begleitete Klientinnen und Klienten.

Du musst nicht warten. Zeitnahe Termine sind verfügbar.

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